Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Wirtschaft und Wissenschaft aus? Braucht es mehr WLAN-Spots für eine bessere Gesellschaft? In der ersten Veranstaltung der neuen Reihe „Wissenschaftsgespräche“ widmet sich das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Kooperation mit der Baden-Württemberg Stiftung dem Thema „Digitalisierung. Die Download-Kultur und ihre Folgen“. Am Montag, 7. November 2016 um 18 Uhr diskutieren Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft über digitale Innovationen, neue Geschäftsmodelle und Zukunftstechnologien. Markus Brock (SWR) moderiert das Panel, Veranstaltungsort ist die IHK Karlsruhe (Lammstraße 13–17).
Die Auswirkungen der Digitalisierung können gar nicht groß genug eingeschätzt werden. Die Umwälzungen betreffen fast alle Bereiche der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Das Open-Content-Prinzip trägt dazu bei, dass Expertenwissen und praktisches Wissen ebenso online verfügbar sind wie künstlerische Inhalte – mit einschneidenden Folgen etwa für Verlage, Musik- und Unterhaltungsindustrie. Gleichzeitig gelingt es Kunstschaffenden wie auch Start-ups mithilfe frei zugänglicher Daten und innovativer Software neue Märkte zu erschließen.
Auch in der Wissenschaft hat die Digitalisierung Forschung, Lehre, und Kommunikation von Grund auf verändert. Die Forderung nach Open Access, also dem freien Zugang zu Publikationen und Forschungsdaten, setzt sich immer mehr durch. Dabei soll auch die Forschung selbst im Sinne einer Open Science verbessert werden. Zugleich steht diese Entwicklung in der Kritik, Urheberrechte und Forschungsfreiheit zu gefährden. Mindestens ebenso stark ist die Wirtschaft von Veränderungsprozessen durch die Digitalisierung betroffen. Von Produktion und Logistik bis hin zu Personal- und Ressourcenmanagement wird kaum ein Bereich ausgespart. Wie sehen die Industrieabläufe der Zukunft aus? Könnte das Open-Access-Prinzip auch auf Wirtschaftszweige übertragen werden und das gemeinschaftliche Weiterverarbeiten von freien Inhalten zur neuen Produktionslogik werden? Welche Rolle spielt dabei die neue Blockchain-Technologie?
Auftaktveranstaltung der Reihe „Wissenschaftsgespräche“
Montag, 7. November 2016, IHK Karlsruhe
Begrüßung
Prof. Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK
Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung
Diskussion zur Digitalen Revolution und ihren Auswirkungen auf Wissenschaft und Wirtschaft
Prof. Sascha Friesike, Universität Würzburg
Dr. Hans Jörg Stotz, SAP AG
Prof. Hubert Wandjo, Popakademie Baden-Württemberg
Moderation: Markus Brock, SWR
Die Reihe wird mit einer weiteren Veranstaltung am Mittwoch, 5. Juli 2017 fortgesetzt, bei der Fragen zum Thema Digitalisierung aufgegriffen und vertieft werden.
Bereits im Vorfeld ruft das ZAK interessierte Bürgerinnen und Bürger auf, Fragen oder Ideen zum Thema Digitalisierung einzuschicken. Aspekte, die bei der Veranstaltung mitberücksichtigt werden sollen, können bis Donnerstag, 3. November 2016 an die E-Mail-Adresse veranstaltungen ∂does-not-exist.zak kit edu gesendet werden.
Der Eintritt zu den Wissenschaftsgesprächen ist frei.
Alle Informationen unter:
www.zak.kit.edu/wissenschaftsgespraeche
Twitter-Hashtag: #WiGe16
Über die Baden-Württemberg Stiftung
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de
Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 10 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 22 800 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.